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Auf Kurs Junior


Zeitweise Schulpflichterfüllung in Jugendwerkstätten für den Sekundarbereich II

Zielgruppe
Jugendliche ab 14 Jahren mit Wohnsitz im Landkreis Osnabrück, die die Schule verweigern und auf zusätzliche sozialpädagogische Unterstützung angewiesen sind.

Gesetzliche Grundlage
§ 69 Abs. 3 NSchG

Ziele

  • Vermeidung des Schulabbruches und Reintegration in die Schule
  • Interesse am Lernen fördern
  • positive individuelle Entwicklung fördern
  • Ausbildungsreife begünstigen
  • Aktivierung des sozialen Hilfesystems

Dauer
1 Schuljahr

Zugang
Der Zugang erfolgt über die Fachberatung Schulverweigerung der MaßArbeit kAöR. Zum Einmündungsprozess gehören ein einwöchiges Praktikum in der Jugendwerkstatt sowie ein Auswertungsgespräch mit allen Beteiligten (SchülerIn, Eltern, Schule). Die Teilnahme des Jugendlichen geschieht auf freiwilliger Basis. Die Schule stellt gem. § 69 Abs. 3 NSchG im Vorfeld den sozialpädagogischen Förderbedarf fest. Während der Teilnahme an der Maßnahme bleibt die/der SchülerIn an der abgebenden Schule gemeldet.

Verlauf der Maßnahme
In der anfänglichen Klärungsphase werden die Gründe und Ursachen der Schulverweigerung herausgearbeitet. Zur Erfassung der schulischen, praktischen und sozialen Kompetenzen wird eine Eignungsfeststellung durchgeführt. In der Förderphase erhalten die Jugendlichen individuelle Bildungsangebote. Theoretischer Unterricht und praktische Tätigkeiten werden eng miteinander verzahnt. Berufliche Orientierung und betriebliche Praktika sind fester Bestandteil der Förderung. Am Ende der Maßnahme findet die schrittweise Rückführung in die Schule statt. Die Gestaltung dieser Phase wird im Vorfeld mit der Schule gemeinsam festgelegt und durch die PädagogInnen der Maßnahme begleitet.

Förderplanung
Integraler Bestandteil aller Phasen ist eine intensive sozialpädagogische Begleitung und Einzelfallhilfe. Grundlage der Arbeit ist eine individuelle Förderplanung. Die Eltern werden durchgehend am Förderprozess beteiligt.